Naturstrom beteiligt sich an E-Carsharing-Bürgergenossenschaft

Düsseldorf/Mainz (energate) – Naturstrom forciert sein Engagement im Bereich E-Mobilität. Dazu beteiligt sich der Düsseldorfer Ökostromanbieter an der Gründung der Bürgergenossenschaft Vianova. Diese soll sich bundesweit als E-Carsharing-Fullserviceanbieter etablieren, teilte das Unternehmen mit. Zu der zentralen Kundenzielgruppe zählen Kommunalversorger und die Immobilienwirtschaft sowie weitere Energiegenossenschaften, die einen E-Autoverleih anbieten wollen. Einen operativen Schwerpunkt will Vianova auf E-Carsharing-Angebote im ländlichen Raum legen.

Naturstrom selbst versteht sich in der Gründungsphase vor allem als Bindeglied zu neuen potenziellen Partnern, sagte eine Unternehmenssprecherin zu energate. Die Düsseldorfer wollen vor allem ihre „Erfahrung und ihre Reichweite am Markt“ zur Etablierung des neuen genossenschaftlichen E-Mobility-Dienstleisters einbringen, erläuterte sie. Dazu entsendet der Stromanbieter mit dem Vorstand Tim Mayer einen Vertreter in den sechsköpfigen Aufsichtsrat der Vianova. Ob die neue Genossenschaft mit Sitz in Mainz künftig auf Ladestromtarife von Naturstrom zurückgreift, ist demnach noch offen. Für solche Details sei es noch zu früh, so die Sprecherin. Für Naturstrom ist die E-Mobilität als Geschäftsfeld kein Neuland. Das Unternehmen bietet neben Ladestromtarifen auch Wallboxen sowie einen Verleih für E-Lastenräder an.

IT-Plattform als Grundlage des Geschäftsmodells

Zu den zwölf Gründern zählen neben dem Ökostromanbieter zehn Energiegenossenschaften, die Vianova als deutsche Dachgenossenschaft für bundesweites E-Carsharing in Bürgerhand verstehen, erklärte das Landesnetzwerk Bürgerenergiegenossenschaften Rheinland-Pfalz (Laneg). Der Verein brachte die Gründungsinitiative mit auf den Weg. Vianova plant, initiiert und betreibt demnach stationsbasierte E-Carsharing-Systeme. Dies schließt die Beschaffung von Fahrzeugen und die Installation von Ladeinfrastruktur ein, so das Laneg weiter. Gelingen soll der Durchbruch am Markt der Laneg zufolge auch, weil Vianova über eine eigene IT-Plattform samt Buchungs- und Abrechnungsapp für das Smartphone verfügt und auch eine eigene Servicehotline betreibt. Offiziell starten soll der neue Fullservice-Anbieter Naturstrom zufolge zum 1. September. Bei der Arbeit an E-Carsharing-Konzepten für den ländlichen Raum kooperiert Vianova mit dem Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverband (DRGV).

Ziel: bis zu 600 Fahrzeuge im Verbund bis 2023

Eine treibende Kraft hinter der Gründungsinitiative ist die ebenfalls in Mainz ansässige Bürgerenergiegenossenschaft Urstrom, die ihrerseits in Rheinland-Pfalz bereits einzelne E-Carsharing-Standorte aufgebaut hat und sowohl die ersten acht Fahrzeuge als auch die IT-Plattform in die neue Dachgenossenschaft einbringt. Ziel sei es, den Bestand der Vianova in den kommenden drei Jahren auf 400 bis 600 zu bringen, blickte Philip Veit voraus, der sowohl bei Vianova als auch bei Urstrom im Vorstand aktiv ist. Für das dritte Geschäftsjahr visiert die Vianova nach eigenen Angaben auch den wirtschaftlichen Break-even an. Neben Veit, der für Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, sind noch drei weitere Funktionäre im Führungsgremium der Vianova: Stefan Scholz (Ressort Finanzen) von der Genossenschaft Pro regionale Energie, Klaus Grieger (Technik), ebenfalls Urstrom, und Rainer van den Bosch (Vertrieb) von der Genossenschaft Energiewende Hunsrück-Mosel.

Außerdem ist Vianova auch international vernetzt. Die Genossenschaft ist Teil des ebenfalls genossenschaftlich organisierten Dachverbands The Mobility Factory (TMF). Dieser zählt zwölf Genossenschaften mit insgesamt 150 E-Autos als Mitglieder. Diese kommen aus Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Spanien. /pa
von Philip Akoto

Quelle: https://www.energate-messenger.de/news/204947/naturstrom-beteiligt-sich-an-e-carsharing-buergergenossenschaft

Vianova heißt eine neue Genossenschaft, über die Naturstrom die E-Mobilität voranbringen will. (Foto: Naturstrom AG)

NATURSTROM AG mit Rekordumsatz und verbessertem Ergebnis

31. August 2020 naturstrom ag

Auf ihrer virtuellen Hauptversammlung stellte die NATURSTROM AG gute Zahlen für das Geschäftsjahr 2019 vor: Der Umsatz in der Unternehmensgruppe kletterte deutlich von 298 auf 357 Mio. Euro. Der konsolidierte Jahresüberschuss lag bei 2,3 Mio. Euro, der Jahresüberschuss der Muttergesellschaft bei 4,9 Mio. Euro. Auch der Blick auf das erste Halbjahr 2020 fiel positiv aus.

„Mit der Entwicklung im vergangenen Geschäftsjahr können wir zufrieden sein“, konstatierte der Vorstandsvorsitzende Dr. Thomas E. Banning. „Wir liegen in Summe auf Kurs, insbesondere in unserem Kerngeschäft der Energiebelieferung lief es sehr gut. Das gab uns wieder den Spielraum für den Geschäftsaufbau in den anderen Bereichen.“

Für das Kernprodukt naturstrom lag der Absatz an Haushalts- und Gewerbekunden 2019 bei 931 Mio. Kilowattstunden gegenüber 917 Mio. im Vorjahr. „Die Bewältigung der Klimakrise ist eine Generationenaufgabe, das ist 2019 durch Fridays for Future vielen wieder bewusst geworden“, so der für die Energiebelieferung zuständige Vorstand Oliver Hummel. „In diesem Zuge ist Ökostrom als Teil der Lösung wieder stärker ins Bewusstsein gerückt. Zudem haben sich viele wechselwillige Haushalte in der Folge verstärkt an Qualitätskriterien orientiert und sich deshalb für uns entschieden.“ Das galt ebenso für die Biogastarife von NATURSTROM: Der Absatz 2019 stieg von 335 auf 388 Mio. Kilowattstunden.

Auch im ersten Halbjahr 2020 verzeichnete NATURSTROM einen klaren Aufwärtstrend. Mittlerweile beziehen mehr als 280.000 Haushalte, Unternehmen und Institutionen Ökostrom oder Biogas unter der Marke naturstrom. „Diese Entwicklung freut uns natürlich sehr. Jede neue Kundin und jeder Kunde trägt dazu bei, dass wir uns mit noch mehr Kraft für die Energiewende einsetzen können“, betont Hummel.

Das bekräftigt auch Dr. Tim Meyer, der im Vorstand alle Aktivitäten rund um eine ökologische und sektorenübergreifende Wärme- und Stromversorgung aus verbrauchsnahen Anlagen verantwortet: „Wir wollen nicht nur die Energiewende, wir wollen die dezentrale Energiewende: bürgernah, mit einer Vielzahl von Akteuren und mehr Wertschöpfung vor Ort.“ In diesem Geiste hat NATURSTROM den Geschäftsaufbau in den Bereichen Mieterstrom, Nahwärme und Quartiersversorgung weiter vorangetrieben. Über 18 Mio. Kilowattstunden Ökostrom hat NATURSTROM seinen Mieterstrom-, Quartiers- und Regionalstromkundinnen und -kunden 2019 geliefert. Hinzu kommen 16 Mio. Kilowattstunden Wärme in urbanen Quartieren und ländlichen Nahwärmeprojekten.

In Summe werden durch die unterschiedlichen Angebote der NATURSTROM-Gruppe mehr als 300.000 Abnahmestellen mit Ökostrom, Biogas und sauberer Wärme versorgt.

Auch in der Projektentwicklung hat NATURSTROM 2019 und im ersten Halbjahr 2020 einiges erreicht. Windparks in Trendelburg und Hünfelden, deren Errichtung der Öko-Energieversorger 2019 begonnen hatte, gingen Anfang 2020 ans Netz. In beiden Fällen war NATURSTROM mit der Projektentwicklung und Bauausführung betraut, an den Bürgergesellschaften ist das Unternehmen minderheitlich beteiligt. Auch die Solarparks Uttenreuth und Rottenbach, deren letzte Bauabschnitte NATURSTROM 2019 errichtet hatte, speisen seit dem Frühling 2020 sauberen Strom ein. In Summe hat NATURSTROM somit 2019 und im ersten Halbjahr 2020 rund 40 Megawatt neue Erzeugungskapazität ans Netz gebracht. „Jahresübergreifend betrachtet sind wir im Soll“, so Vorstandschef Banning. „Dennoch sind die massiven Verzögerungen, die wir in den Genehmigungsverfahren für Windenergie seit Jahren erleben, höchst bedenklich. So können wir unsere nationalen Ziele zur CO2-Reduktion nicht schaffen. Wir benötigen dringend die richtigen Weichenstellungen der Regierung.“

Angesichts des anhaltenden Kundenzuwachses und laufender Baumaßnahmen, etwa für ein Windrad in Thüringen oder einen Solarpark in Oberfranken, ist Banning zuversichtlich: „Unser Auftrag ist die Energiewende. Wir sind sehr gut aufgestellt, um auch in diesem Jahr wieder unseren Beitrag dafür zu leisten, dass die Energieversorgung in Deutschland schnellstmöglich sauber wird.“

Über NATURSTROM
Die NATURSTROM AG wurde 1998 in Düsseldorf gegründet und versorgt mehr als 280.000 Haushalte, Unternehmen und Institutionen mit naturstrom, naturstrom biogas und nachhaltiger Wärme. Damit ist NATURSTROM einer der führenden Öko-Energieversorger in Deutschland. Daneben setzt das Unternehmen auf den konsequenten Ausbau dezentraler Erneuerbarer Energien. Über 300 Öko-Kraftwerke sind durch Mitwirkung von NATURSTROM bislang ans Netz gegangen. Zudem realisiert NATURSTROM verbrauchsnahe, sektorübergreifende Versorgungslösungen: von der ökologischen Nahwärmebelieferung in ländlichen Kommunen über Mieterstrom bis hin zu Strom-, Wärme- und E-Mobilitätsangeboten für mittelständische Betriebe oder ganze Quartiere. Mehr als 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bringen an 13 Standorten die Energiewende voran. Für ihre Vorreiterrolle wurde die NATURSTROM AG vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Europäischen Solarpreis.

Kontakt

Dr. Tim Loppe
Pressesprecher / Leiter Presse & Medien
Tim.Loppe@naturstrom.de | t. +49 211 77900-363 | f. +49 211 77900-599
NATURSTROM AG | Parsevalstraße 11 | 40468 Düsseldorf
www.naturstrom.de

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