Corona-Virus schafft das, was der drohende Klimawandel nicht schafft

Ein interessanter Beitrag im pv magazine von Dietmar Geckeler, Geschäftsführer Denersol.

Wasserstoff oder E-Mobilität – alles Corona oder was?

Wenn eine unmittelbare Bedrohungslage vorliegt, dann sind wir scheinbar in Lage, umfassend, schnell und auch mit drastischen Maßnahmen zu reagieren. Es geht um die Parallelen zum Klimaschutz, Wasserstoff und e-Mobilität.

Quelle: https://positionen.wienenergie.at/beitraege/grafik-strombedarf-erneuerbare-energie-fahrzeuge/

Wasserstoff ist ein Energieträger – keine Primärenergiequelle

Was dabei nicht erwähnt wird: Wasserstoff ist kein Erdöl. Wasserstoff ist ein Energieträger, der aus Primärenergiequellen hergestellt werden muss. Genauso wie Strom. Auch (erneuerbarer) Strom kann in Wasserstoff umgewandelt werden. Mit entsprechenden Verlusten. Hinzu kommt: Wenn ich den Wasserstoff dann an Bord eines Brennstoffzellen (BZ) – Fahrzeugs wieder rückverstrome, dann entstehen weitere Verluste. Man benötigt in einem H2-BZ-Fahrzeug deshalb die doppelte Energie als in einem batteriebetriebenen Elektrofahrzeug, um 100 Kilometer zu fahren (über 30 Kilowattstunden vs. 16 Kilowattstunden). Wenn man die Verluste der Vorkette (Herstellung, gegebenfalls Verdichtung und Transport) einrechnet, kommt man schnell weit über 50 Kilowattstunden Strombedarf, um ein H2-BZ-Fahrzeug 100 Kilometer zu bewegen. Also um Faktor 3 schlechter als ein batteriebetriebenes Fahrzeug (16 Kilowattstunden vs. 50 Kilowattstunden).

Lesenswert, unter https://www.pv-magazine.de/2020/03/16/wasserstoff-oder-e-mobilitaet-alles-corona-oder-was/

Der Lesetipp kam vom Dr. Verena Ruppert, Geschäftsführerin, Landesnetzwerk Bürgerenergiegenossenschaften Rheinland-Pfalz e.V. (LaNEG e.V.) www.laneg.de

Titelfoto: Ikea

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